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„Früher sprach man nicht darüber: Prostataerkrankungen erkennen und heilen“

Die zeitgleiche Erkrankung der Zwillingsbrüder Michael und Uli Roth an Prostatakrebs im Sommer des vergangenen Jahres füllte die Schlagzeilen der Zeitungen. Die Erfahrungen der beiden erfolgreichen Handballnationalspieler mit der Diagnose und der Therapie ihrer Erkrankung haben die beiden in ihrem Buch „Unser Leben unsere Krankheit – Vom richtigen Umgang mit dem Prostata-Krebs“ einem breiten Publikum nah gebracht.

So stieß die Teilnahme von Michael Roth am Bad Schwartauer Gesundheitsforum, zu dem das HELIOS Agnes Karll Krankenhaus Bad Schwartau und die Lübecker Nachrichten eingeladen hatten, auf großes Interesse. Knapp 140 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt, um sich bei der Expertenrunde aus Allgemein- und Fachärzten aber auch bei Betroffenen über Diagnose und Therapie von Prostataerkrankungen zu informieren.

Roth hat von seiner Erkrankung im Rahmen einer Routineuntersuchung erfahren und zeigte sich tief betroffen von der Diagnose, da er bis dahin ein beschwerdefreies Leben führte. So plädierte er im ersten Teil der Veranstaltung für eine erhöhte Vorsorgebereitschaft der Männer ab 45, denn die Zahlen sind erschreckend. Ca. 56.000 Männer erkranken jährlich an einem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse, ca. 11.000 sterben jährlich an dieser Erkrankung. Auch rät er, die Partnerin nach Diagnosestellung in die Informationen über die Therapieangebote mit einzubeziehen. Diese sind, wie der Experte Prof. Dr. Andreas Böhle – Belegärzte am HELIOS Agnes Karll Krankenhaus Bad Schwartau – erläuterte, vielfältig. Neben der operativen Entfernung und verschiedenen medikamentösen Behandlungsformen wird im HELIOS Agnes Karll Krankenhaus Bad Schwartau die sogenannte Brachy-Therapie angeboten. Bei diesem Eingriff wird die Prostata nicht entfernt, sondern mit radioaktiv strahlenden Metallstiften versehen. Durch den geringen Strahlungsradius bleibt das umliegende Gewebe unversehrt. Diese Methode verringert das Risiko der Inkontinenz und Impotenz erheblich.

Auch diese beiden heiklen Themen wurden in der anschließenden Podiumsdiskussion nicht ausgespart. „Mein Verhältnis zu Partnerschaft und Sexualität hat sich durch die Erkrankung deutlich verändert“ so Roth. Angeregt durch die Moderation von Matthias Makovec (Lübecker Nachrichten) wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum gestellt. Dabei wurde deutlich, dass die Therapieempfehlung von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird und in jedem Einzelfall mit den Patienten beraten werden muss.

Der große Zuspruch aus der Bevölkerung  und den Medien veranlasst uns, diese Medienkooperation fortzuführen. Im Herbst diesen Jahres ist das nächste Gesundheitsforum vorgesehen.

Thomas Rupp